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USB-Laufwerke „ganz” sicher entfernen unter GNU/Linux / spin-down von USB-Festplatten

23. April 2009

USB-Laufwerk „ganz” sicher entfernen

Von Windows kennt man die Funktion „Hardware sicher entfernen”. Diese sorgt dafür, dass vor dem „Abziehen” eines USB-Speichers alle Daten darauf geschrieben wurden und stoppt anschließend den Motor der Festplatte.

Unter GNU/Linux sollte man vor dem „Abklemmen” eines USB-Datenträgers Dateisysteme darauf auf jeden Fall mit umount oder über die grafische Oberfläche „aushängen”. Dieses stoppt aber nicht den Motor der Festplatte.

Abhilfe schafft das Skript „suspend-usb-device” (benötigt sdparm): Yan Li’s Words: Safely remove an USB hard drive in Linux.

Dieses

  • sendet die Kommandos SYNC und STOP an das Laufwerk (mittels sdparm)
  • löst den USB-Storage-Treiber vom entsprechenden USB-Device (unbind)
  • schaltet das USB-Gerät in den Power-Level CONFIG_USB_SUSPEND.

Die Dateisysteme auf dem Datenträger werden vom Skript aber nicht ausgehängt, das muss man vorher weiterhin selbst tun. Insofern entspricht die Funktion nicht ganz dem „Hardware sicher entfernen” in Windows.

Motor einer USB-Festplatte anhalten („spin-down”)

Für IDE-Platten gibt es folgenden Befehl, um diese anzuhalten (standby):

hdparm -y /dev/sdb

Bei meiner USB-Festplatte scheitert dieser jedoch mit einem „HDIO_DRIVE_CMD(standby) failed: Input/output error”.

Für SCSI-Platten lautet der Befehl zum Anhalten (meine USB-Festplatte hält daraufhin kurz an, läuft aber sofort wieder hoch):

sg_start --stop /dev/sdb

Außerdem gibt es jedoch noch

sdparm --command=stop /dev/sdb

Mit letzterem Befehl lässt sich meine externe Festplatte (SATA-Festplatte Seagate ST315003) in einem USB-Gehäuse von Fantec (mit JMicron-Chip) anhalten.

Allgemeines, Computer, Linux , , , , , , , , , , ,

Schon wieder eine Festplatte hinüber… (aktualisiert)

8. November 2008

Festplatte

Gestern hat die zweite Platte des Typs Western Digital Caviar WD5000YS RE2 innerhalb gar nicht so langer Zeit bei mir den Geist aufgegeben. RE steht dabei für „RAID Edition”. Ich frage mich, ob das bedeutet, dass man diese Platten deshalb im RAID-Verbund mit Redundanz betreiben sollte, damit man Ausfälle dieser Platten besser verkraften kann.

Ich habe noch eine dritte Platte diesen Typs in meinem System. Vielleicht sollte ich bei dieser nicht so lange warten, bis sie ausfällt, sondern sie gleich austauschen… :-/

Diese beiden Platten, hergestellt im September 2006, haben nun andererseits auch schon fast zwei Jahre des anspruchsvollen Betriebs bei mir hinter sich. Immerhin gibt Western Digital für diese Platten fünf Jahre Garantie. Nun kann ich die beiden Platten ja zusammen einschicken ;-).

Aber ich bin wohl auch nicht der einzige mit diesem Problem:

Mean Time Between Failures

Dabei gibt Western Digital die MTBF für diese Festplattenserie in o.g. Übersichtsblatt mit 1,2 Millionen Stunden an. Das entspricht mehr als 136,98 Jahren! Bei mir hat sie nicht mal zwei durchgehalten…

S.M.A.R.T.

Wie auch bei dem ersten Ausfall einer dieser Platten in meinem System meldet(e) auch diesmal der Rechner beim Booten (BIOS-POST) einen schlechten SMART-Status der Platte.

Im Gegensatz zum letzten Mal, wo die Platte unter Linux per smartctl noch genau sagte, was ihr fehlte, gibt diese Platte weder bei diesem Befehl etwas von sich, noch sind irgendwelche Leseoperationen auf dem Medium erfolgreich :-(.

5 Jahre Garantie — oder doch nicht?

Da ich, ohne groß auf die Rechnung zu gucken, davon ausging, dass die zweijährige Gewährleistung bereits abgelaufen ist, wollte ich die „5 years limited warranty” von Western Digital in Anspruch nehmen. Dann die große Überraschung:

RMA

Die Platten befinden sich also außerhalb der Region, innerhalb der sie ursprünglich für den Verkauf bestimmt waren:

Das Produkt befindet sich außerhalb der Region (Nord- und Südamerika, Europa/Naher und Mittlerer Osten/Afrika oder Asien/Pazifik), in die es ursprünglich geliefert wurde. Nähere Informationen dazu finden Sie in unseren Bedingungen für Garantieleistungen außerhalb der ursprünglichen Region, oder wenden Sie sich an die technische Unterstützung.

Meine beiden defekten Festplatten Modelle des Typs WD5000YS-01MPB0 und tragen die Seriennummern WMANU1697511 und WMANU1697617. Eine Platte mir Seriennummer WMANU1697698 hält bisher noch durch. Alle Platten tragen das Herstellungsdatum 27.9.2006.

Die drei Platten habe ich damals im Online-Shop von Norsk IT erworben. Als Kontaktdaten wird im Impressum eine

e-tail GmbH
norskit.com
Am Rothenberg 1
D-31061 Alfeld

angegeben.

Computer, Hardware , , , , ,

Aargh! Der Daten-Super-GAU ist eingetreten…

5. August 2008

Und ich bin auch noch selbst Schuld…

Letzte Nacht habe ich im Halbschlaf versucht, zusätzlich Windows auf meinem Linux-Rechner zu installieren.

Resultat: Versehentlich die falsche Platte, nämlich meine Datenplatte (vorher XFS-Dateisystem), mit NTFS überformatiert…

xfs_repair(8) konnte jedoch zum Glück nach längerer Suche den „secondary superblock” ausfindig machen und etliche Dateien wiederherstellen. Allerdings hat die Verzeichnisstruktur ziemlich gelitten und viele der Dateien liegen jetzt einfach „durchnumeriert” im Verzeichnis lost+found. Das sind jetzt so ca. dreizehntausend Einträge in dem Verzeichnis. Kann etwas dauern, bis ich die durchforstet hab…

Nachtrag (6.8.2008) — jetzt auch noch ein Hardwareausfall…
(…und ich bin nicht Schuld)

Als ob das noch nicht genug gewesen wäre…: Jetzt hat es auch noch meine Systemfestplatte gerissen. Allerdings ist es diesmal wohl ein Hardwaredefekt (zumindest ist der S.M.A.R.T.-Status schlecht). Zum Glück war da nichts Wichtiges drauf… Da Western Digital auf die Platte 5 Jahre Garantie gegeben hat, hoffe ich natürlich auf Ersatz.

Hier ist ein Ausschnitt aus dem Ergebnis von smartctl -a /dev/sda:

=== START OF INFORMATION SECTION ===
Model Family:     Western Digital Caviar RE Serial ATA series
Device Model:     WDC WD5000YS-01MPB0
Serial Number:    WD-WMANU1697511
Firmware Version: 07.02E07
User Capacity:    500.107.862.016 bytes
[...]

=== START OF READ SMART DATA SECTION ===
SMART overall-health self-assessment test result: FAILED!
Drive failure expected in less than 24 hours. SAVE ALL DATA.
See vendor-specific Attribute list for failed Attributes.

[...]
SMART Attributes Data Structure revision number: 16
Vendor Specific SMART Attributes with Thresholds:
ID# ATTRIBUTE_NAME          FLAG     VALUE WORST THRESH TYPE      UPDATED  WHEN_FAILED RAW_VALUE
  1 Raw_Read_Error_Rate     0x000f   195   195   051    Pre-fail  Always       -       9053
  3 Spin_Up_Time            0x0003   226   223   021    Pre-fail  Always       -       5675
  4 Start_Stop_Count        0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       635
  5 Reallocated_Sector_Ct   0x0033   200   200   140    Pre-fail  Always       -       0
  7 Seek_Error_Rate         0x000f   200   200   051    Pre-fail  Always       -       0
  9 Power_On_Hours          0x0032   093   093   000    Old_age   Always       -       5689
 10 Spin_Retry_Count        0x0013   100   100   051    Pre-fail  Always       -       0
 11 Calibration_Retry_Count 0x0012   100   100   051    Old_age   Always       -       0
 12 Power_Cycle_Count       0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       630
194 Temperature_Celsius     0x0022   253   253   000    Old_age   Always       -       50
196 Reallocated_Event_Count 0x0032   200   200   000    Old_age   Always       -       0
197 Current_Pending_Sector  0x0012   192   192   000    Old_age   Always       -       678
198 Offline_Uncorrectable   0x0010   194   194   000    Old_age   Offline      -       518
199 UDMA_CRC_Error_Count    0x003e   200   200   000    Old_age   Always       -       0
200 Multi_Zone_Error_Rate   0x0009   001   001   051    Pre-fail  Offline  FAILING_NOW 19251

SMART Error Log Version: 1
ATA Error Count: 283 (device log contains only the most recent five errors) [...]

Error 283 occurred at disk power-on lifetime: 5689 hours (237 days + 1 hours)
  When the command that caused the error occurred, the device was active or idle.

  After command completion occurred, registers were:
  ER ST SC SN CL CH DH
  -- -- -- -- -- -- --
  40 51 08 1e 62 c1 e0  Error: UNC 8 sectors at LBA = 0x00c1621e = 12673566

  Commands leading to the command that caused the error were:
  CR FR SC SN CL CH DH DC   Powered_Up_Time  Command/Feature_Name
  -- -- -- -- -- -- -- --  ----------------  --------------------
  25 00 08 1e 62 c1 35 00      20:11:28.146  READ DMA EXT
  27 00 00 00 00 00 00 00      20:11:28.146  READ NATIVE MAX ADDRESS EXT
  ec 00 00 00 00 00 00 00      20:11:28.137  IDENTIFY DEVICE
  ef 03 46 00 00 00 00 00      20:11:28.130  SET FEATURES [Set transfer mode]
  27 00 00 00 00 00 00 00      20:11:28.130  READ NATIVE MAX ADDRESS EXT
[...]

Nachtrag 2 (7.8.2008) — Dateien nach Typ sortieren (trotz fehlender Dateiendung)

Um mir das Sortieren der von xfs_repair(8) nach lost+found verschobenen Dateien etwas zu erleichtern, habe ich ein kleines Shell-Skript geschrieben, welches die Dateien entsprechend ihren Typs in ein anderes Verzeichnis verschiebt. Da zusammen mit den Dateinamen auch die Dateinamenserweiterung verlorengegangen ist, muss dies mit file(1) anhand der „magic numbers” geschehen.

#!/bin/bash
for F in *;
	do MAGIC=`file "$F"`;
	if [[ $MAGIC =~ "JPEG" ]]; then
		echo $MAGIC;
		mv "$F" /mnt/tera/restore/bilder/
	fi
done;

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