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1 Der photographische Prozess und die photographischen Verfahren *
2 Das lichtempfindliche Material *
2.2 Der Aufbau photographischer Materialien *
2.2.1 SW-Negativ-Material *
2.2.2 SW-Positiv-Material *
2.2.3 Color-Material *
3.1.1 Allgemeinempfindlichkeit *
3.1.2 Farbempfindlichkeit *
3.1.3 Gradation *
3.1.4 Bildschärfe *
3.2 Sensitometrie * *
3.2.1 Grundlagen *
4.1.1 Chemie der Entwicklung *
4.1.2 Zusammensetzung der Entwickler *
4.2 Unterbrechen *
4.3 Fixieren *
4.4 Wässern *
4.5 Trocknen *
5.2 Die Technik des Positivprozesses *
5.2.1 Entwickeln *
5.2.2 Unterbrechen *
5.2.3 Fixieren *
5.2.4 Wässern *
5.2.5 Trocknen *
5.3 Das Kopieren *
5.4 Das Vergrößern *
5.4.1 Formatbegrenzung in der Negativbühne *
5.4.2 Bestimmen der richtigen Belichtungszeit und Papiergradation *
5.5 Möglichkeiten der Bildbeeinflussung *
5.5.1 Abwedeln und Nachbelichten *
5.5.2 Die Mehrschalen-Technik *
5.6 Positiv-Retusche *
5.7 Bildaufmachung *
5.8 Tonen *
5.8.1 Tonen durch Anlagerung an das Silberkorn *
Die Photographie - die Kunst, mit Hilfe des Lichtes getreue Abbilder
von Gegenständen zu erzeugen - wurde im Jahre 1839 von dem Franzosen
L. J. M. Daguerre erfunden. Viele weitere Erfindungen waren erforderlich,
bis die Photographie die Bedeutung erlangte, die sie heute hat. Der photographische
Prozess umfasst folgende Arbeitsgänge: Lichtempfindliches Material
wird belichtet. In der Schicht tritt eine unsichtbare Veränderung
der lichtempfindlichen Kristalle ein, es entsteht das "latente Bild".
Das belichtete Material wird entwickelt. Bei diesem chemischen Prozess
wird das latente Bild in ein sichtbares Bild umgewandelt. Diese Umwandlung
erfolgt an den belichteten Stellen, die unbelichteten bleiben unverändert.
Nach der Entwicklung wird das Material "fixiert". Die unveränderten
lichtempfindlichen Substanzen werden in eine wasserlösliche, kaum
noch lichtempfindliche Form gebracht.
Nach dem Fixieren wird gewässert. Alle wasserlöslichen Substanzen
werden aus der Schicht entfernt. In ihr verbleibt lediglich ein Bild aus
reinem, feinstverteiltem Silber.
Das nach dem Wässern erfolgende Trocknen schließt den Prozess
ab.
Je mehr Licht auf die Schicht gefallen ist, desto mehr Silber wird
gebildet. Das entstehende Bild ist gegenüber dem Original in seinen
Tonwerten umgekehrt, die Lichter sind dunkel, die Schatten hell. Man bezeichnet
es deshalb als "Negativ", die Prozesse zu seiner Herstellung als Negativverfahren.
Benutzt man als Vorlage ein Negativ, so entsteht durch abermalige Tonwert-Umkehrung
ein "Positiv". Die Techniken, die vom negativen Bild zum Positiv führen,
heißen Positivverfahren.
Positive werden vorwiegend als Aufsichtsbilder auf undurchsichtigem
Material hergestellt. Positive auf transparenter Unterlage bezeichnet man
als "Diapositive". Sie werden für Projektionszwecke benötigt.
Besondere, etwas umfangreichere Techniken ermöglichen es, Positive
ohne Herstellung eines Negatives direkt vom Original anzufertigen. Man
bezeichnet dies als Umkehr-Entwicklungs-Verfahren. Sie werden bevorzugt
in der Farbphotographie angewendet.
Alle photographischen Materialien besitzen, unabhängig von ihrem
sonstigen Aufbau, eine lichtempfindliche Emulsionsschicht. Sie besteht
im wesentlichen aus Silberhalogenid-Mischkristallen (Silberhalogenide sind:
Silberchlorid, Silberbromid und Silberjodid) die in einem Bindemittel -
vorzugsweise Gelatine - eingebettet sind. Diese Kristalle bezeichnet man
im Allgemeinen als Körner. Die photographischen Eigenschaften einer
Emulsion werden hauptsächlich von der Zusammensetzung dieser Körner,
ihrer Größe und ihrer Größenverteilung der Art des
Bindemittels und von besonderen Zusätzen bestimmt. Die Größe
eines Einzelkornes beträgt weniger als 1/1000 mm, die Emulsionsschicht
ist weniger als 1/100 mm dick. Ein Quadratmeter photographischen Materials
enthält zwischen 1 und 10 g Silber.
Alle photographischen Materialien bestehen aus einem Schichtträger
und mehreren Schichten.
Als Schichtträger für Negativ-Material verwendet man heute
ausschließlich schwer entflammbare Folien (sogenannten Sicherheitsfilm,
Safety-Film) aus Zellulose-Acetat oder Polyester. Je nach Verwendungszweck
liegt die Dicke des Trägers zwischen 7/100 und 20/100 mm. Eine gute
Haftung der Emulsion auf dem Träger wird durch eine Präpärationsschicht
sichergestellt. Auf diese wird die Emulsionsschicht gegossen. Über
der Emulsion befindet sich eine Schutzschicht, die die lichtempfindliche
Schicht gegen mechanische Verletzungen schützt.
Um die Bildung sogenannter ReflexionsIichthöfe die die Bildschärfe
vermindern, zu vermeiden, erhalten Roll- und Planfilme auf der Rückseite
eine Gelatineschicht, die sich in den Verarbeitungsbädern entfärbt.
Ebenfalls aus Gründen des Lichthofschutzes verwendet man bei Kleinbildfilmen
einen grauen Schichtträger (Graubasis). Zusätzlich werden Kleinbildfilme
rückseitig mit einem dunklen Lackrückguß versehen, der
sich im Entwickler löst.
Der Schichtträger des Positiv-Materials besteht vorwiegend aus
Papier, das mit einer Barytschicht bestrichen ist. Diese Schicht sorgt
zunächst - wie die Haftschicht beim Negativ-Material - für gute
Haftung der Emulsion auf der Unterlage. Darüber hinaus hat sie die
Aufgabe, ein Einsinken der Emulsion in den Papierfilz zu verhindern. Die
Barytschicht, Barlumsulfat, besitzt ein hohes Reflexionsvermögen;
hierdurch erscheinen die Lichter (Bildweißen) besonders hell und
rein weiß. Zum Erzielen besonderer Effekte kann die Barytschicht
angefärbt sein. Barytpapiere zeigen einen exzellenten Tonwertumfang,
deren Verarbeitung ist aber aufwändiger.
Vor langer Zeit wurden die oben beschriebenen Barytpapiere mehr und
mehr durch die mit Kunststoff beschichteten PE- oder RC-Papiere verdrängt.
Der Schichtträger ist dabei nach wie vor Papier, aber von beiden Seiten
mit Polyäthylen kaschiert. Eine Barytschicht ist nicht mehr erforderlich.
Ein großer Vorteil dieser Materialien ist die schnelle Verarbeitung
und dabei die wesentlich verkürzte Wässerungszeit.
Im Gegensatz zum Schwarzweißmaterial, bei dem nur eine lichtempfindliche
Emulsionsschicht vorhanden ist, besitzen Colorfilme und Colorpapier mehrere
Emsionsschichten, die übereinander angeordnet sind. Schichtträger,
Haftschicht und Schutzschicht sind dagegen identisch.
Mehrere lichtempfindliche Schichten sind erforderlich, weil zur Bildung
eines beliebigen Farbtones drei Farbkomponenten vorhanden sein müssen.
Andererseits kann man nachweisen, dass aus drei Grundfarben alle Farbnuancen
ermischt werden können. Bei der Aufnahme wird das Licht in drei Farbanteile
zerlegt. Jeder Farbanteil belichtet jeweils nur eine der drei übereinandergegossenen
lichtempfindlichen Schichten. Diese Belichtung wird durch die Sensibilisierung
der Einzelschichten erreicht. Der Sensibilisierungsfarbstoff übernimmt
dabei die Rolle von Filtern im Farbauszugsverfahren.
Jede Schicht enthält außerdem einen Farbkuppler, bei der
Farbentwicklung bildet sich aus Kuppler und Entwicklungssubstanz ein Farbstoff.
Die Farbe dieses Farbstoffes liegt komplementär zu der, für die
die Schicht sensibilisiert ist; in der blauempfindlichen Schicht wird ein
gelber, in der grünempfindlichen ein purpurner und in der rotempfindlichen
Schicht ein blaugrüner Farbstoff gebildet.
Im Allgemeinen zeigt Farbmaterial folgenden Aufbau:
Die oberste Schicht ist unsensibilisiert und somit nur blauempfindlich.
Sie ist von den beiden anderen lichtempfindlichen Schichten durch eine
Gelbfilterschicht getrennt. Diese Gelbfilterschicht ist erforderlich, weil
Silberhalogenid ohne Sensibilisierung für blaues Licht empfindlich
ist. Diese Blauempfindlichkeit lässt sich nicht unterdrücken,
durch die Gelbfilterschicht wird dafür gesorgt, dass das blaue Licht
die unteren Schichten nicht erreichen kann.
Die mittlere Schicht ist für grün, die untere Schicht für
rot sensibilisiert.
Bereits beim Herstellen der "Emulsion", welche auf den Schichtträger
gegossen die lichtempfindliche Schicht ergibt, werden deren phonographische
Eigenschaften geprägt.
Die Empfindlichkeit einer Schicht ist in erster Linie von der mittleren Größe ihrer lichtempfindlichen Körner abhängig. Je größer die Körner sind, desto empfindlicher ist die Schicht. Bei Filmmaterial wird die Empfindlichkeit angegeben, um Belichtungsmesser oder Kameraautomatik einstellen zu können. Die Empfindlichkeit wird in ASA (American Standard Association) oder DIN (Deutsche Industrie Norm) angegeben. Die DIN-Skala ist im Gegensatz zur linearen ASA Skala logarithmisch aufgebaut, wodurch ein um drei Einheiten erhöhter Wert jeweils einer Verdoppelung der Filmempfindlichkeit entspricht. Die Verdoppelung der ASA-Zahl entspricht der Verdoppelung der Filmempfindlichkeit. Die Umrechnungsformel lautet:
DIN = 1+10*log(ASA)
Nach einer neueren Normung soll die Filmempfindlichkeit heute nur noch
in ISO -Werten (Abk. für International Standards Organization) angegeben
werden, die eine Kombination aus ASA-Zahl und DIN-Zahl darstellt. Den Zusammenhang
zwischen diesen verschiedenen Empfindlichkeitsangaben enthält nachstehende
Tabelle:
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15° DIN
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25 ASA
|
ISO 25/15°
|
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18° DIN
|
50 ASA
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ISO 50/18°
|
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21° DIN
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100 ASA
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ISO 100/21°
|
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24° DIN
|
200 ASA
|
ISO 200/24°
|
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27° DIN
|
400 ASA
|
ISO 400/27°
|
|
30° DIN
|
800 ASA
|
ISO 800/30°
|
|
33° DIN
|
1600 ASA
|
ISO 1600/33°
|
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36° DIN
|
3200 ASA
|
ISO 3200/36°
|
|
39° DIN
|
6400 ASA
|
ISO 6400/39°
|
Halogensilberkristalle sind nur für blaues Licht empfindlich. Durch
Zusatz von "Sensibilisierungsfarbstoffen" (Sensibilisieren = empfindlich
machen) gelingt es, die Schichten auch für andere Farben zu sensibilisieren.
Schichten, die durch Zusatz solcher Farbstoffe auch für grünes
Licht empfindlich sind, bezeichnet man als orthochromatisch. Sie spielen
in der bildmäßigen Photographie heute kaum noch eine Rolle.
Ziel der Photographie ist es, die aufzunehmenden Objekte so wiederzugeben,
wie sie auch das Auge sieht. Die hierzu verwendeten Materialien müssen
für alle Farben des sichtbaren Lichtes sensibilisiert sein. Man bezeichnet
sie als panchromatisch. Für Spezialzwecke (Aufnahmen bei völliger
Dunkelheit) gibt es "Infrarot-Filme", sie sind über den Bereich des
Sichtbaren hinaus sensibilisiert und sprechen auf Wärmestrahlung an.
Als Gradation bezeichnet man die Eigenschaft einer photographischen
Schicht, Helligkeitsunterschiede des Aufnahmeobjektes in mehr oder weniger
große Schwärzungsunterschiede umzusetzen. Die Gradation ist
abhängig von der Größenverteilung der Körner. Negativfilme
arbeiten relativ weich, ihr "Beta-Wert" liegt zwischen 0,5 und 0,7. Die
Gradation eines vorgegebenen Materials lässt sich durch die Entwicklung
beeinflussen. Photopapiere werden mit verschiedenen Gradationen - man spricht
hier von "Härtegraden" hergestellt. Hierdurch wird eine individuelle
Ausarbeitung und damit eine optimale Qualität des fertigen Bildes
ermöglicht.
Maßgebend für die Bildschärfe eines photographischen
Endproduktes sind die diesbezüglichen Eigenschaften des Aufnahmematerials.
Man versteht unter Bildschärfe die Fähigkeit einer photographischen
Schicht, kleine Details noch getrennt wiederzugeben. Ein Maß für
die Schärfeleistung einer Schicht ist das "Auflösungsvermögen".
Es ist definiert als die Anzahl der Linienpaare, die von einer Schicht
noch getrennt wiedergegeben werden. Zu seiner Bestimmung benutzt man besondere
Testobjekte. Das Auflösungsvermögen ist im wesentlichen abhängig
von der Größe der entwickelten Silberkörner - der "Körnigkeit"
- und der Dicke der Schicht.
Die Größe eines entwickelten Silberkorns ist nicht identisch
mit der des Silberhalogenidkristalls, aus dem es entwickelt wurde. Während
des Entwicklungsvorganges verändern die Kristalle ihre Form, mehrere
Kristalle können zusammenwachsen und ergeben " Kornzusammenballungen".
Die mehr oder weniger starke Ausbildung dieser Zusammenballungen lässt
sich durch den Entwicklungsvorgang beeinflussen. Bei gleichartiger Entwicklung
zeigen feinkörnige Schichten eine geringere Körnigkeit. Daraus
resultiert, dass niedrigempfindliche ,Schichten ein höheres Auflösungsvermögen
als hochempfindliche haben.
Die Dicke der Schicht spielt insofern eine Rolle, als sie für
die Entstehung der "Diffusionslichthöfe" verantwortlich ist. Diese
Lichthöfe vermindern ebenfalls die Schärfe. Dünne Schichten
zeichnen schärfer als dicke. Auch hier lässt sich die Schärfe
durch die Entwicklung beeinflussen, Entwickler, die das Bild nur in der
Oberfläche der Schicht entstehen lassen ("Schicht-Oberflächenentwickler")
arbeiten mit einem höheren Auflösungsvermögen als "Schicht-Tiefenentwickler".
Mit der Aufgabe, die Eigenschaften der photographischen Schichten meßtechnisch
zu erfassen und dafür Kennzahlen festzulegen, befasst sich die Sensitometrie.
Bei der Entwicklung werden die Silbersalze der Schicht je nach der Belichtung
bei der Aufnahme mehr oder weniger stark geschwärzt. Diese schwarze
Abscheidung bezeichnet man als "Schwärzung". Ein Maß für
die Stärke der Schwärzung ist bei durchsichtigen Schichten (Negativen
und Diapositiven) die Durchlässigkeit (Transparenz) des Lichtes bzw.
bei undurchsichtigen Schichten (Papieren) das Reflexionsvermögen des
Lichtes. Transparenz-Werte bzw. Reflexionswerte werden normalerweise in
Bruchzahlen angegeben. Zur Kennzeichnung der Schwärzung sind derartige
Zahlen zu klein. Es wird daher definiert:
Schwärzung = log (1/Transparenz)
Dann ergibt sich:
Transparenz 0,1 = Schwärzung 1
Transparenz 0,01 = Schwärzung 2
Transparenz 0,001 = Schwärzung 3
Mißt man für eine Reihe von verschiedenen Belichtungen die
Schwärzungen und stellt diese in Abhängigkeit von den dazugehörigen
Belichtungen graphisch dar, so erhält man die "Schwärzungskurve".
Sie ist ein Hilfsmittel der photographischen Meßtechnik und zeigt,
wie die Helligkeitswerte des Aufnahmegegenstandes in Schwärzungen
umgesetzt werden. Um die Schwärzungskurve einer photographischen Schicht
bei bestimmten Entwicklungsbedingungen aufzustellen, wird ein Filmstreifen
unter einem Prüfkeil mit bekanntem Schwärzungs- bzw. Transparenz-Verlauf
belichtet und entwickelt. Man erhält eine Keilkopie die dem Prüfkeil
gegenläufig ist. Der Schwärzungsverlauf der Keilkopie wird ausgemessen,
die einzelnen Schwärzungswerte werden den jeweiligen Transparenzwerten
des Prüfkeiles zugeordnet. Die Meßergebnisse werden in ein Koordinatennetz
eingetragen, auf der Waagerechten (Abszisse) die Belichtungswerte in relativen
logarithmischen Einheiten (log I * t log Intensität mal Zeit), auf
der Senkrechten (Ordinate) die Schwärzungen.
Chemie des photographischen Prozesses
Nach dem Belichten einer lichtempfindlichen Silbersalzschicht sind die
folgenden chemischen Prozesse durchzuführen: Entwickeln, Unterbrechen
der Entwicklung, Fixieren, Auswässern, Trocknen.
Im Entwickler werden die Silbersalze der photographischen Schicht in
metallisches Silber übergeführt. Dieser Vorgang wird als Reduktion
bezeichnet. Der Entwickler ist somit ein Reduktionsmittel für die
Silberhalogenide (AgCI, AgBr, AgJ). Entscheidend für die Möglichkeit,
mit Hilfe der Photographie ein Bild zu erhalten, ist die Abhängigkeit
der Reduktionsgeschwindigkeit von der Stärke des latenten Bildes.
Die Entwicklung verläuft an den stark belichteten Stellen schneller
als an den weniger belichteten. Eine geringe Entwicklung findet aber auch
dort statt, wo keine Belichtung erfolgt ist. Diese Erscheinung liegt in
den Eigenschaften der Emulsionen begründet. Das dort gebildete Silber
wird als ,,Schleier" bezeichnet. Die Schleierbildung lässt sich durch
die Entwicklung steuern. Ganz ausgeschaltet werden kann sie nicht. Das
Ergebnis der Entwicklung ist ein abgestuftes Bild, bei dem alle Helligkeitswerte
gegenüber der Vorlage umgekehrt (negativ) wiedergegeben werden. Die
Geschwindigkeit der Reduktion, die auch als ,,Rapidität" bezeichnet
wird, ist vom Emulsionstyp und den Entwicklungsbedingungen abhängig.
Dabei sind die chemische Zusammensetzung des Entwicklers, die Bewegung
während des Entwickelns, die Temperatur des Entwicklers und die Entwicklungszeit
von Bedeutung.
Der wichtigste Bestandteil eines Entwicklers ist die Entwicklersubstanz.
Die heute ausschließlich verwendeten Entwicklersubstanzen sind organische
Verbindungen, z. B. Temal, Phenidon und Hydrochinon. Sie sind als Reduktionsmittel
empfindlich gegen die Oxydation durch den Sauerstoff der Luft. Deshalb
enthalten Entwickler ein Konservierungsmittel. Das gebräuchlichste
ist Natriumsulfit. Außer dem Schutz vor Luftoxydation hat es als
Oxydationsverhinderer einen Einfluss auf die Entwicklungsgeschwindigkeit.
Entwickler mit hohem Sulfitgehalt entwickeln langsamer als solche mit niedrigem
Gehalt. Lösungen, die nur aus Entwicklersubstanz und Konservierungsmitteln
bestehen, haben kein ausreichendes Entwicklungsvermögen. Dieses wird
erst durch Zusatz von Alkali erreicht. Durch die Wahl der Entwicklersubstanzen
und der Alkalien wird die Arbeitsweise eines Entwicklers bestimmt. Alkalien
sind u. a. Ätzkali, Pottasche, Soda und Borax. Negativentwickler für
bildmäßige Aufnahmen enthalten weniger und schwächere Alkalien
(Soda oder Borax) als Positiventwickler (Pottasche). Die Rapidität
eines Entwicklers wird außerdem durch das entwicklungshemmende Kaliumbromid
gesteuert. Damit wird gleichzeitig der Schleier vermindert. Eine weitere
Unterdrückung des Schleiers gelingt durch Zusatz von komplizierten
organischen Verbindungen, die als Stabilisatoren bezeichnet werden. Schließlich
enthalten die Entwickler auch sogenannte Entkalkungsmittel. Diese Zusätze
dienen dazu, die Kalksalze des Wassers beim Entwickleransatz in lösliche
Verbindungen zu überführen.
Nach Beendigung der Entwicklung ist es ratsam, den Entwicklungsvorgang
schnell zu unterbrechen. Wird nicht unterbrochen, so wird alkalische Entwicklerlösung
in das folgende Fixierbad eingeschleppt, die Entwicklung kann neben dem
Fixiervorgang weiterlaufen. Dadurch entstehen Flecken und Schleier auf
dem Entwicklungsgut, und das Fixierbad verdirbt. Haben sich derartige Flecken
(dichroitische Schleier) gebildet, sind sie nur unter sehr großem
Aufwand, z. B. durch Umentwickeln, oder auch gar nicht zu entfernen. Durch
Einbringen des Entwicklungsgutes in ein saures Bad wird der Entwicklungsvorgang
sofort unterbrochen, da die zur Entwicklung notwendigen Alkalien neutralisiert
werden. Bei der Verarbeitung von Positivmaterial ist es erforderlich, ein
Unterbrecherbad zu verwenden, weil der Papierfilz eine größere
Menge Entwickler in das nächste Bad verschleppt. Die Papiere sollten
nach Möglichkeit nicht länger als eine Minute im Unterbrecherbad
bleiben, da sonst die Schlußwässerung erschwert wird und Fehler
im Papierfilz auftreten. Die Voraussetzung für die Wirksamkeit eines
Unterbrecherbades ist seine saure Eigenschaft. Deshalb muss die saure Reaktion
ständig überprüft werden. Hierzu verwendet man Säureprüfpapier,
oder es werden Unterbrecherbäder benutzt, die einen Indikator-Zusatz
haben. Für die Verarbeitung von Papieren mit besonderer Oberflächenstruktur
ist es bei einer anschließenden Heißtrocknung besser - in manchen
Fällen zwingend notwendig -, härtende Unterbrecherbäder
zu verwenden. Bei der Verarbeitung von Negativmaterialien kann an die Stelle
des Unterbrecherbades eine Zwischenwässerung treten.
Nachdem die Entwicklung beendet ist. müssen die nicht entwickelten
Silbersalze aus der Schicht entfernt werden. Der Zustand des Bildes nach
der Entwicklung wird festgehalten, er wird ,,fixiert". Anderenfalls würde
durch Lichteinwirkung das gesamte Bild geschwärzt werden. Die Silberhalogenide
sind wasserunlöslich. Sie können durch eine ganze Reihe chemischer
Verbindungen in eine wasserlösliche Form umgewandelt werden. In der
Praxis werden nur Natrium- und Ammoniumthiosulfate unter Beifügung
saurer und stabilisierender Zusätze verwendet. Das Ammoniumthiosulfat
hat eine größere Fixiergeschwindigkeit und dient deshalb als
Basis zur Herstellung von Schnellfixierbädern. Die bei der Umsetzung
entstehenden Verbindungen bezeichnet man in der Chemie als Komplexverbindungen.
Die Reaktion zwischen den Thiosulfaten und den Silberhalogeniden verläuft
je nach den Konzentrationsverhältnissen unterschiedlich. Je nach dem
Verhältnis zwischen Silber und Thiosulfat im Komplex sind sie leichter
oder schwerer löslich. Komplexe mit hohem Silbergehalt sind fast unlöslich.
Es muss also dafür gesorgt werden, dass ständig ein hinreichendes
Angebot an Thiosulfat im Fixierbad vorhanden ist. Durch einen hohen Silbergehalt
des Fixierbades können sich schwer lösliche Silber-Thiosulfat-Komplexe
bilden, die bei der abschließenden Wässerung nicht aus der Schicht
zu entfernen sind. Diese Verbindungen zersetzen sich durch Lufteinwirkung
und zerstören das Bild.
Durch das Wässern sollen alle löslichen Salze aus der Schicht
entfernt werden. Besonders wichtig ist die Entfernung aller Thiosulfatreste,
weil davon die Haltbarkeit des photographischen Materials abhängt.
Man unterscheidet stehende und fließende Wässerung. Bei der
stehenden Wässerung ist eine geringe Wassermenge und ein häufiger
Wasserwechsel wirksamer als eine große Wassermenge und ein längeres
Verbleiben des zu wässernden Gutes in diesem Wasser. Bei fließender
Wässerung ist die Schnelligkeit des Auswaschens vom Wasserdurchfluß
abhängig. Es ist darauf zu achten, dass das mit Fixierbad angereicherte
Wasser, das spezifisch schwerer ist und absinkt, tatsächlich auch
abfließen kann. Das frisch zufließende Wasser muss deshalb
an der untersten Stelle des Wässerungsgefäßes zugeführt
werden. Die Wässerungszeiten sind von der Beschaffenheit des Materials
abhängig. Die in folgender Tabelle
| Material | kürzeste Wässerungszeit in Minuten | Wässerungszeit für Archivzwecke in Minuten |
| Filme bis 21 DIN | 5 | 15 |
| Filme über 21 DIN | 10 | 30 |
| PE Papier | 2 | 10 |
| Barytpapier, dünn | 10 | 30 |
| Barytpapier, dick | 15 | 60 |
Beim Trocknen muss das in der Schicht befindliche und an der Schichtoberfläche haftende Wasser durch Verdunsten entfernt werden. Bei Filmen ist unbedingt darauf zu achten, dass sie sich während des Trocknungsvorganges nicht aufrollen können. Die Filme neigen immer zum Aufrollen, weil das auf der Oberfläche befindliche Wasser schneller verdunstet als Wasser aus der Schicht nachdiffundieren kann. Filme, die nur oberflächlich getrocknet sind und sich dann aufgerollt haben, verkleben durch nachdiffundierendes Wasser.
Der Positivprozeß umfasst neben einigen vorzubereitenden Arbeitsgängen
(Auswählen des Negativs, Einlegen in den Vergrößerungs-
bzw. Kopierapparat, Festlegen des Ausschnitts, Bestimmen des Papierhärtegrades,
Anlegen des Papiers in den Vergrößerungs- bzw. Kopierrahmen)
den Naßprozeß (Entwickeln, Unterbrechen, Fixieren und Wässern)
sowie den Trockenprozeß (Trocknen, Retuschieren, Beschneiden und
Aufziehen).
Als Positivdunkelkammer eignet sich ein Raum, der abgedunkelt werden
kann. Er muss einen elektrischen Anschluss haben und nach Möglichkeit
ein Fenster, um lüften zu können. Die Wände sollten hell
gestrichen sein. Die gelbgrünen Dunkelkammerbirnen, wie sie von verschiedenen
Herstellern geliefert werden, geben so viel Helligkeit, dass alle Arbeiten
bequem ausgeführt werden können.
Ist der Raum nicht beheizbar, so kann man sich dadurch helfen, dass
in der kühlen Jahreszeit unter die Entwicklerschale ein Schalenwärmer
oder eine Wärmflasche gelegt wird.
Ein Tisch mittlerer Größe, drei Schalen 18 x 24 cm und eine
ausgediente Schreibtischlampe sollten vorhanden sein. Den Standplatz der
Schalen deckt man am besten mit einer Kunststofffolie ab, um etwaige Flüssigkeitsspritzer
aufzufangen. Als Notbehelf können mehrere Lagen Zeitungspapier dienen.
Für die Bewegung der Positive in einem Bad und für den Transport
von einem Bad in das andere werden Positivzangen benötigt. Diese werden
durch auffallende Klebestreifen oder Farbtupfer gezeichnet, damit für
das gleiche Bad immer dieselbe Zange benutzt wird.
Eine Kennzeichnung sollten auch die Schalen für Entwickler, Unterbrecher
und Fixierbad haben, damit die betreffende Lösung immer in die gleiche
Schale kommt. Über den Schalen, in einem Abstand von etwa 40
cm, sollte die gelbgrüne Lampe stehen oder hängen, damit der
Aufbau des Bildes im Entwickler sicher verfolgt werden kann. Sehr zweckmäßig
sind dafür die schon erwähnten Schreibtischlampen. Schließlich
werden einige braune Flaschen, zwei Trichter und ein Meßgefäß
benötigt. Ungebrauchter und bereits benutzter, aber noch nicht verbrauchter
Entwickler werden getrennt voneinander aufbewahrt. Diese Flaschen werden
mit breiten Klebestreifen gekennzeichnet. Für jeden neuen Ansatz wird
ein Haftetikett auf die Flaschenwandung geklebt. Darauf wird der Ansatztag
vermerkt und evtl. die Zahl der bereits entwickelten Bilder. Es sollten
immer nur Flaschen benutzt werden, die sich luftdicht verschließen
lassen. Unterbrecherbad und Fixierbad können in hellwandigen Flaschen,
die ebenfalls deutlich gekennzeichnet sind, aufbewahrt werden. Der Transport
der ausfixierten Bilder in die Wässerungswanne (dazu kann die Badewanne
oder ein Waschbecken dienen) kann ohne weiteres in einer Haushaltsschüssel
erfolgen.
Eines mache man sich zur Regel: Getränkeflaschen gehören
nicht in die Dunkelkammer!
Werden nur Kontaktkopien gemacht, so sind dafür nur ein entsprechender
Kopierrahmen mit Glasplatte und Maske sowie eine Schreibtischlampe mit
einer Glühbirne von 25 Watt notwendig. Für Streifenkopien von
35- oder 60-mm-Filmen braucht man Glasplatten oder einen Kopierrahmen der
Größe 18 x 24 cm. Die Filmstreifen werden dabei mit zwei schmalen
Gummiringen festgehalten. Mit diesem Kopierrahmen können mehrere Streifen
gleichzeitig kopiert werden. Der große Vorteil dieser Methode besteht
darin, dass ohne großen Aufwand ein ganzer Kleinbildfilm schnell
kopiert werden kann.
Das wichtigste Gerät in der Positivdunkelkammer ist der Vergrößerungsapparat.
Wer noch keinen besitzt, sollte sich für ein Gerät stabiler Bauart
entscheiden und nach Möglichkeit ein Objektiv benutzen, das dem Aufnahmeobjektiv
in seiner Leistung nicht nachsteht. Nur dann kann man sicher sein, aus
seinen Negativen die bestmögliche Schärfe herauszuholen.
Für den Anfang braucht man noch keine Belichtungsuhr. Wenn der
Vergrößerungsapparat mit einer verhältnismäßig
schwachen Lampe (75 Watt Opal) bestückt ist, lässt sich die Belichtungszeit
mit jeder Uhr, die einen Sekundenzeiger hat, bestimmen.
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, zu einem positiven
Aufsichtsbild zu kommen. Im ersten Fall geht man von einem Negativ aus,
im zweiten von einem Diapositiv. Um von einem Negativ ein positives Bild
zu erhalten, genügt es, eine Entwicklung mit Folgebädern durchzuführen.
Ist die Vorlage ein Diapositiv, so ist eine "Umkehrentwicklung" erforderlich.
Um mit möglichst wenig Ausschuss zu arbeiten und überdurchschnittliche
Bilder zu erhalten, muss man die photographischen Papiere so belichten,
dass die typische Ausentwicklungszeit des jeweiligen Papiers ausgenutzt
wird. Nur durch eine Ausentwicklung kann man die maximale Schwärzung
und die optimale Brillanz des Bildes herausarbeiten. Die Papiere auf PE-Basis
sind etwa eine Minute zu entwickeln, Portrait - Papiere bis zu zwei Minuten;
andere Vergrößerungspapiere erfordern bis zu drei Minuten. Die
Temperatur des Positiventwicklers liegt im Allgemeinen zwischen 20 und
24 0C.
Beim Entwickeln verwendet man Zangen, mit denen man die Photopapiere
an den Ecken oder an den Rändern anfaßt. Das belichtete Papier
wird zunächst mit der Schicht nach unten und von der Seite her in
die Entwicklerlösung hineingeschoben und bewegt. Nach etwa 10 Sekunden
kann man die Papiere umdrehen und den Aufbau des Bildes beobachten. Ist
die Entwicklungszeit beendet, hebt man das Papier mit der Zange heraus,
lässt es abtropfen und bringt es in das Unterbrecherbad.
Unterbrechen erfüllt einen wichtigen Zweck: Es stoppt die Entwicklung
sofort, sorgt dafür, dass das Bild mit allen wichtigen Details "stehen
bleibt", und vermeidet, dass das Fixierbad durch eingeschleppten Entwickler
alkalisch wird.
Sollen fabrikfrische Papiere oder Papiere mit veredelter Oberfläche
heiß getrocknet werden, so lässt sich mit ausgezeichnetem Erfolg
ein härtendes Unterbrecherbad benutzen. Die Positive sollten nicht
länger als eine Minute im Unterbrecherbad verbleiben, sonst nehmen
sie zu viel Säure auf. Die Papiere wässern dann viel langsamer
aus. Auf der Rückseite können Flecken entstehen. PE-Papiere sind
diesbezüglich unempfindlicher.
Bei Verwendung von Unterbrecherbädern mit Farbindikator lässt
sich der Gebrauchszustand leicht kontrollieren. Sobald die saure Unterbrecherlösung
durch eingeschlepptes Entwickleralkali nicht mehr ihre volle Wirksamkeit
besitzt, verändert dieses Unterbrecherbad seine Farbe.
Vom Unterbrecher kommt das Bild direkt in das Fixierbad, das im wesentlichen
die gleiche Zusammensetzung hat wie das Negativfixierbad, nur ist seine
Konzentration etwas geringer. Im normalen sauren Fixierbad sind die papierstarken
Barytbilder bei 20°C Badtemperatur in etwa fünf Minuten ausfixiert.
In Fixierbädern mit Ammoniumthiosulfat beträgt die Fixierzeit
nur ca. drei Minuten. PE-Papiere sind bereits nach 1-2 Minuten ausfixiert.
Niedrigere Temperaturen verlängern die Fixierzeiten. Es ist wichtig,
dass man die Bilder einzeln in das Fixierbad gibt und sie bewegt. Nur so
wird Fleckenbildung vermieden und ein gleichmäßiges Fixieren
der gesamten Bildschicht bewirkt. Papiere mit empfindlicher Oberfläche
(z. B. Filigran- oder Kristalloberfläche) verlangen oft eine zusätzliche
Härtung, die im Fixierbad erfolgen kann. Sog. "Härtefixierbäder"
werden durch spezielle Härtezusätze aus normalen Fixierbädern
hergestellt.
Um alle Salze aus der Bildschicht und aus dem Papierfilz zu entfernen,
ist ausgiebiges Wässern der Positive in fließendem Wasser erforderlich.
Bei PE-Papieren beträgt sie ca. 3 Minuten, bei Barytpapieren kann
sie bis zu einer Stunde betragen. Diese Wässerungszeit kann etwa auf
die Hälfte verkürzt werden, wenn die Bilder nach der Fixage in
einem Auswässerungsbeschleuniger behandelt wurden. Auswässerungsbeschleuniger
sind alkalische Lösungen spezieller Zusammensetzung.
Das Trocknen der ausgearbeiteten PE-Papiere ist sehr einfach. Die Papiere
werden auf einer geneigten Unterlage mit einem Rollenquetscher vom überschüssigem
Wasser befreit, dann an einer Leine aufgehängt. Die Trocknungszeit
beträgt etwa 30-60 min. Wer schneller trocknen möchte, bestreicht
die Oberfläche und Rückseite der Bilder mit einem Fön. Getrocknete
Photopapiere neigen zu Wölbung, die durch spezielle Behandlungsbäder
verhindert oder erheblich gemindert werden kann.
Unbeschichtete Positivpapiere können kalt oder heiß getrocknet
werden.
Bei der Kalt-Trocknung wird die Oberfläche der Bilder oft mit
Fließpapier oder mit einem sauberen, gut saugenden, fusselfreien
Tuch abgetupft. Dann legt man sie mit der Schichtseite auf das Fließpapier
oder auf das Tuch und lässt sie an der Luft trocknen. Dadurch wird
verhütet, dass beim Trocknen Wasserflecke oder eine ungleich gewölbte
Oberfläche entstehen. Sehr große Bilder werden vorsichtig mit
Wäscheklammern aufgehängt und an der Unterseite beschwert, um
ein Wölben zu vermeiden. Sind die Bilder nach dem Trocknen trotzdem
leicht gewellt, so müssen sie geglättet werden. Zu diesem Zweck
zieht man sie vorsichtig mit der Schicht nach oben mehrfach über eine
Tischkante, und zwar in Richtung der Bilddiagonalen.
Eine Kalt-Trocknung wird oft bei genarbten Papieren angewandt.
Durch Kalt-Trocknung lässt sich auch bei glänzenden Papiersorten
ein ausgezeichneter Hochglanz herstellen. Dafür müssen Spiegelglasplatten
von guter Härte benutzt werden. Die Bilder werden in feuchtem Zustand
auf die gut gereinigten Glasplatten aufgequetscht und verbleiben darauf
so lange, bis sie von selbst abspringen. Die Positive müssen blasenfrei
aufgequetscht werden, damit ein homogener Hochglanz entsteht. Die Glasplatte
kann beiderseits mit Bildern beschickt werden. Das Trocknen erfolgt an
einem luftigen Ort.
Zur Unterstützung der Hochglanzbildung können spezielle Hochglanzmittel
verwendet werden. Darin werden die Bilder gebadet, mit derselben Lösung
wird auch die Spiegelglasplatte vor dem Aufquetschen abgerieben.
Die Baryt-Photopapiere können heiß getrocknet werden. Das
geschieht in Hochglanzpressen unter Benutzung verchromter Folien.
Für die Matt-Trocknung legt man die Bilder mit der Schichtseite
nach oben auf die Folie und quetscht unter sanftem Druck einen Teil des
Wassers nach Auflegen einer Kunststofffolie oder eines Gummituchs mit einem
Rollenquetscher aus. Die beschickte Folie wird auf die Trockenpresse gelegt
und mit dem Spanntuch festgehalten.
Für die Hochglanztrocknung vorgesehene Bilder werden mit einer
Hochglanzlösung behandelt. Die verwendete Papiersorte und die örtlichen
Wasserverhältnisse bestimmen Art und Anwendung der Hochglanzmittel.
Die ausgewässerten Positive werden in die gebrauchsfertig verdünnte
Hochglanzlösung gebracht und verbleiben darin, bis sie mit der Bildseite
auf die Hochglanzfolie gelegt werden. Vor jeder Neubelegung ist die Folie
kalt abzuspülen. Kommen die nassen Bilder direkt auf die heißen
Folien, so verdampft ein Teil des Wassers, das für die Hochglanzbildung
gebraucht wird. An diesen Stellen entsteht dann nur eine halbglänzende
Fläche. Ein ungleichmäßiger Hochglanz entsteht auch, wenn
der Druck des Rollenquetschers während des Aufquetschens zu stark
oder ungleichmäßig war. Es wird dann zu viel Wasser aus dem
Papierfilz herausgequetscht, so dass nicht genügend Feuchtigkeit vorhanden
ist, um die für den Hochglanz vorbereitete Bildschicht homogen trocknen
zu lassen. Der Rollenquetscher sollte nur einmal und nur in einer Richtung
über die aufgelegten Bilder geführt werden. Wenn großformatige
Bilder auf Hochglanz getrocknet werden, führt man den Rollenquetscher
von der Bildmitte aus sternförmig nach außen.
Die zu trocknenden Bilder werden durch das Spanntuch der Hochglanzpresse
während des Trocknungsprozesses gehalten. Ein Knistern zeigt an, dass
der Trocknungsvorgang beendet ist. Nach dem Öffnen der Presse müssen
die Bilder von selbst von der Folie abspringen. Hat man das Spanntuch zu
früh gelüftet und springt nur ein Teil des Bildes ab, so entsteht
"Muschelbruch". Er lässt sich schwer beseitigen. Zuweilen gelingt
es, das Hochglanzbild durch nochmaliges Einweichen in warmem Wasser und
erneutes Heiß-Trocknen zu retten. Nach jeder Trocknung müssen
die Hochglanzfolien sorgfältig gereinigt werden. Dazu eignen sich
Hochglanzmittel. Verbleiben Rückstände an Kalksalzen, so verursachen
sie einen ungleichmäßigen Hochglanz, oder es tritt die gefürchtete
"Stippchenbildung" ein. "Stippchenbildung" und schlechter Hochglanz können
auch papierbedingt sein (Alterung). Durch Alterung hervorgerufene Verkrümmungen
der Photopapiere können durch Verwendung spezieller Behandlungsbäder
erheblich gemindert werden; dadurch lässt sich ebenfalls einer Verkrümmung
vorbeugen.
Es wird mit einem Kopierrahmen ausgeführt. Ein solcher Rahmen hat
eine Glasplatte und Masken zur Begrenzung des Bildausschnittes. Das Negativ
wird mit der Schichtseite nach oben auf die Glasplatte gelegt und darauf
kommt - mit der Schichtseite nach unten - das Papier. Mit Hilfe des Deckels
und der Spannstangen wird es gleichmäßig angedrückt. Es
ist zweckmäßig, zum Belichten eine nicht zu starke Lampe zu
benutzen, um entstehende Zeitfehler bei der Belichtung nicht so stark in
Erscheinung treten zu lassen.
Die Bestimmung des richtigen Papierhärtegrades und der richtigen
Belichtungszeit wird eingehend später dargestellt.
Eine gute Vergrößerung ist gekennzeichnet durch eine klare
Bildaussage und einen abgestimmten Tonwertumfang. Wesentlich für die
Bildaussage ist die Wahl des richtigen Ausschnittes und das Weglassen unwichtiger
Details. Nur in seltenen Fällen wird das volle Negativformat vergrößert.
Erst durch das Weglassen aller bildunwichtigen Einzelheiten erhält
eine Vergrößerung ihr "Gesicht". Auch für photographische
Vergrößerungen gilt der Satz: Weniger (zeigen) ist mehr!
Das Negativ wird mit der Schichtseite zum Objektiv in die Negativbühne
des Vergrößerungsapparates gelegt, um seitenrichtige Vergrößerungen
zu erhalten.
Beim Vergrößern ist auf Staubfreiheit des Negativs, der
Negativbühne und des Kondensors zu achten. Zum Reinigen verwendet
man Luftpinsel, Spezialtücher und -reinigungsmittel.
Das Negativ muss in der Negativbühne an den Rändern abgedeckt
sein. Erfolgt durch Streulicht eine Belichtung des Papieres, so wird dessen
Gradation verändert. Außerdem kann das ganze Bild verschleiert
werden.
Die Randabdeckung des Negativs erzielt niemals einen scharfen Bildrand
auf dem Vergrößerungspapier. Das besorgen die Abdeckmasken am
Vergrößerungsrahmen.
Um mit möglichst wenig Ausschuss zu arbeiten, muss die Belichtungszeit
auf die Ausentwicklungszeit des Papieres abgestimmt werden. Die Dauer der
Belichtung richtet sich nach der Wiedergabe der Lichter: Sind die Lichter
auf dem Positiv klar und im Detail gut gezeichnet, so war die Belichtungszeit
richtig. Sind die Lichter kalkig und ohne Einzelheiten, so war die Belichtungszeit
zu kurz. Sind die Lichter dagegen grau und im Vergleich zu dem weißen
Bildrand gedeckt, so muss man kürzer belichten.
Welche Belichtungszeit für das jeweilige Papier richtig ist, wird
durch die "Streifenmethode" ermittelt. Eine Probe des zu verwendenden Papieres
wird an einem geeigneten Bildteil stufenweise belichtet. Die Anfangsbelichtungszeit
wird jeweils mit der Stufenzahl multipliziert. Beträgt z. B. die Belichtung
der ersten Stufe 4 Sekunden, dann soll die zweite Stufe 2 x 4 Sekunden
= 8 Sekunden belichtet werden, die dritte Stufe 3 x 4 Sekunden = 12 Sekunden.
Alternativ kann man auch eine Belichtungsfolie mit Streifen unterschiedlicher
Tranzparenz verwenden. Der Probestreifen wird nach festgelegter Zeit und
bei konstanter Temperatur entwickelt. Anschließend wird unterbrochen,
kurz fixiert und der Streifen im Hellen geprüft. Die Papiergradation
bestimmt man nach der Schattenzeichnung: Werden die Schatten kräftig,
aber mit guter Zeichnung wiedergegeben, so war die Gradation richtig gewählt.
Sind die Schatten grau in grau so muss die nächst härtere Gradation
des Papiers genommen werden. Sind die Schatten schwarz und ohne Detail,
so muss mit einer weicheren Papiergradation gearbeitet werden.
Hat man einen punktgenauen Laborbelichtungsmesser so kann man auch
das von Hendrik Brixius auf die Papierbelichtung übertragend Zonensystem
verwenden. Mehr dazu auf einer eigenen Seite.
Der "lineare" Vergrößerungsmaßstab ist das Verhältnis
einer Seitenlänge des Positivs zur entsprechenden Seitenlänge
des Negativs. Wird beispielsweise ein Kleinbild-Negativ (24x36 mm) auf
das Format 18x 24 cm vergrößert, so ist der lineare Vergrößerungsmaßstab
18 cm: 2,4 cm = 7,5. Mit dem Vergrößerungsmaßstab ändert
sich auch die jeweils erforderliche Belichtungszeit. Bei einigen Vergrößerungsgeräten
ist der Vergrößerungsmaßstab V für die verwendete
Brennweite auf der Säule aufgemalt. Der Verlängerungsfaktor k
beim Wechseln der Vergrösserung von V1 auf V2 ist:
V2 + 1
k = ( ------ ) ^2
V1 + 1
Für die Praxis bedeutet das: Wurde für eine fünffache
Vergrößerung 10 Sekunden Belichtungszeit benötigt, und
macht man jetzt mit dem gleichen Papier eine achtfache Vergrößerung,
so ist V1=5, V2=8. Man setzt dieses in die obige Formal ein: k=(9/6)^2
= 2,25 Die neue Belichtungszeit ist dann 2.25 x 10 = 22,6 Sekunden.
Bei starken Vergrößerungen ändert sich nicht nur die
Belichtungszeit, meistens muss auch die nächst härtere Papiergradation
verwendet werden.
Grundsätzlich soll man in der Positivtechnik das Papier ausentwickeln.
Abweichend von dieser Regel kann man durch eine Veränderung der Entwicklungszeit
oder der Belichtungszeit den Bildcharakter gezielt beeinflussen. Im Allgemeinen
gilt: Durch knappe Belichtung und stark verlängerte Entwicklungszeit
wird der Kontrast des Bildes gesteigert; durch reichliche Belichtung und
verkürzte Entwicklungszeit wird der Kontrast gemindert. Diese Regel
gilt nicht für alle Papiere und Entwickler.
Trotz ausgleichender Negativentwicklung kann es vorkommen, dass Negative
teilweise stärker als gewünscht gedeckt sind, wie z. B. der Himmel
bei Landschaftsaufnahmen. In diesem Falle erhält man in der Vergrößerung
bei Verwendung der richtigen Papiergradation eine gut durchgezeichnete
Landschaft mit einem kreidigen Himmel oder bei Verwendung einer weicheren
Papiergradation eine zu stark gedeckte Landschaft mit ausreichender Zeichnung
im Himmel. Man erzielt nur befriedigende Ergebnisse, wenn man die richtige
Papiergradation verwendet und zunächst normal auf die schwächer
gedeckte Landschaft belichtet, anschließend die Landschaft abdeckt
und den Himmel nachbelichtet. Zum Abdecken verwendet man ein Stück
Pappe oder die Handfläche, die man zwischen Objektiv und Papier hält
und hin und her bewegt, damit keine scharfen Konturen entstehen.
Sollen dagegen einzelne Partien des Negativs nachbelichtet werden,
so verwendet man ein Stück Pappe mit einem Loch in der Mitte. Beim
Nachbelichten wird die Pappscheibe so über dem Bildteil hin und her
bewegt, dass das gesamte Bild mit Ausnahme der nachzubelichtenden Teile
abgedeckt ist.
Soll die Schwärzung an einzelnen Bildteilen gemindert werden,
so benutzt man ein Pappstück das an einem dünnen, steifen Draht
befestigt ist, um damit die entsprechende Stelle zeitweilig abzudecken.
Diesen Vorgang nennt man "Abwedeln". Je näher Hand oder Pappe
dem Objektiv sind, desto unschärfer wird die Begrenzung der Abdeckung.
Diese Positivtechnik hat ihre besondere Bedeutung beim Vergrößern
kontrastierter Negative insbesondere auf Barytpapieren. Sie bietet die
Möglichkeit, den gesamten Schwärzungsumfang richtig belichteter
und richtig entwickelter Negative auf dem Photopapier gut abgestuft wiederzugeben.
Die Mehrschalen-Technik beruht darauf, dass man das Positiv nacheinander
in unterschiedlich steil arbeitenden Entwicklern behandelt. Für die
heutigen Multigrade-Papiere ist sie jedoch nicht notwendig.
Bei der Zweischalen-Methode wird zunächst in einem weich arbeitenden
Positiventwickler soweit anentwickelt, bis das gesamte Bild in den Konturen
grau in grau zu erkennen ist, dann wird in einem normal arbeitenden Entwickler
ausentwickelt. Für diese Technik gibt es spezielle Entwicklerkombinationen.
Im weich arbeitenden Entwickler wird eine gute Lichterzeichnung erreicht,
die Schatten kommen im gegenüber diesem Entwickler kräftiger
arbeitenden normalen Positiventwickler. Durch Verändern der Behandlungszeiten
im ersten und zweiten Entwickler lässt sich der Bildcharakter individuell
beeinflussen. Die Entwickler können auch in umgekehrter Reihenfolge
verwendet werden. Es ist dabei zu beachten, dass der an zweiter Stelle
stehende weich arbeitende Entwickler dann durch Einschleppen des kräftiger
arbeitenden Entwicklers sehr schnell in seiner Arbeitsweise verändert
wird.
Sollen extrem stark vergrößerte Bilder einen maximalen Tonwertreichtum
und gute Brillanz erhalten, ist die Drei-Schalen-Methode zu empfehlen.
Bei ihr folgt noch eine dritte Entwicklung in einem hart arbeitenden Entwickler.
Vergrößerungen sind oft nicht ganz frei von kleinen Unsauberkeiten.
Beschädigungen der Negativschicht und Staub ergeben im fertigen Bild
Punkte oder Striche. Helle Fehlerstellen lassen sich auf matten Papieren
mit einem weichen Bleistift beseitigen. Zum "Ausflecken" bei glänzenden
Papieren müssen Retusche-Farben verwendet werden, sie sind auch für
matte Papiere geeignet. Zum Ausflecken gehört einige Übung. Man
darf keinesfalls durchgehende Striche ziehen, sondern muss Punkt für
Punkt setzen, bis der Grauton der Umgebung erreicht ist. Retusche-Farben,
die es für glänzende und matte Oberflächen gibt, werden
verrieben und mit einem spitzen, nur wenig feuchten Pinsel auf die zu retuschierenden
Stellen gebracht.
Schwieriger ist es, dunkle Fehlerstellen zu beseitigen. Sie müssen
mit einem scharf geschliffenen Retuschiermesser oder mit einer Rasierklinge
vorsichtig ohne Druck weggeschabt werden. Dieses darf aber nur bei Barytpapieren
angewandt werden!
Hat eine Vergrößerung viele Schabestellen erhalten oder
wurde mit Bleistift retuschiert, so ist es zweckmäßig, das ganze
Bild mit einem Schutzlack zu überziehen.
Der letzte, nicht unwesentliche Arbeitsgang des Positivprozesses ist
die Bildaufmachung. Der Bildrand wird sauber und gerade beschnitten oder
ein Passepartout hergestellt und die Vergrößerung sorgfältig
eingepaßt. Steht keine Beschneidemaschine zur Verfügung, kann
man eine Beschneidefeder oder eine Rasierklinge benutzen. Es ist Geschmacksache,
ob man die Bilder mit weißen Rändern versieht oder unmittelbar
beschneidet.
Das Aufziehen der Bilder kann in verschiedener Weise ausgeführt
werden. Sollen die Vergrößerungen hinter Glas gebracht wer-
den, so genügt es, sie mit ihrer oberen Kante auf einem Karton
zu befestigen. Sie können aber auch mit Hilfe einer Klebefolie auf
einen festen Karton aufgezogen werden.
Es hat sich vielfach eingeführt, Vergrößerungen auf
eine geschliffene Hartfaserplatte aufzuziehen. Hierzu kann ein geeigneter
Kleber oder eine Klebefolie verwendet werden. Bei großen Bildern
empfiehlt es sich, zur Vermeidung störender Reflexe die Oberfläche
mit einem Mattlack zu versehen.
Die Tonung durch Anlagerung an das
Silberkorn ist im Einbad- oder im Zweibad-Verfahren möglich. Beim
Einbad-Verfahren laufen alle Vorgänge, die zur Tonung des Schwarzweißbildes
führen, in einer Lösung ab. Dieses Verfahren ist an Einfachheit
nicht zu überbieten. Bei der Zweibad-Tonung wird das Bildsilber der
Schicht in einem Bleichbad in Bromsilber zurückverwandelt. Anschließend
wird durch Anlagerung an das Korn oder durch Austausch des Silbers getont.
Der erhaltene Farbton ist von der Art des Tonungsbades abhängig. Der
Aufbau des farbigen Bildes erfolgt gleichmäßig und kann in jeder
Phase gut überwacht werden. Die Bildweißen bleiben auch bei
langer Baddauer vollkommen klar. Werden schwefelhaltige Verbindungen angelagert,
so entstehen Farbtöne von Braun über Umbra bis Orange. Diese
lassen sich durch eine anschließende Goldtonung in einen "Rötelton"
überführen. Die Goldtonung lässt sich auch allein anwenden.
Der Bildton wird dann blauschwarz. Photopapiere, die von Haus aus einen
blauschwarzen Bildton aufweisen, erbringen bei direkter Goldtonung keine
wesentliche Veränderung.